Es wird mir immer mal wieder gesagt, ich solle mich auf meiner Firmenwebsite nicht politisch oder gesellschaftlich äußern.
Das ist gut gemeint. Nur: Auch mein Unternehmen ist Teil dieser Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der sich viele Juden nicht mehr sicher fühlen. Und das zu Recht. Ich erinnere an die Bilder aus Amsterdam. Viele trauen sich mit der Kippa nicht mehr auf die Straße, die Kette mit dem Davidstern wird versteckt …
Wo sind wir denn?
Ich nehme hier klar Stellung. Wenn das Kundschaft und Geld kostet, ist es eben so.
Nie wieder ist jetzt.
Aber dann müssen wir auch dafür kämpfen. Müssen den Mund aufmachen. Dürfen die jüdischen Freunde nicht im Stich lassen.
Genau das versuche ich hier und an anderer Stelle auch. Das ist das Mindeste was ich tun kann.
Die Vorkommnisse um den »Antikolonialen Weihnachtsmarkt« der Darmstädter Michaelsgemeinde sind ein weiterer Tiefpunkt der Entwicklung, zu dem sich auch der Darmstädter Oberbürgermeister Hanno Benz klar und deutlich äußerte.
Was sind das für Christen, die diese Veranstaltung abhielten, auf der Schlüsselanhänger mit den roten Dreiecken der Hamas feilgeboten wurden? Auf denen das Existenzrecht Israels geleugnet wird? Auf der in diesem Zusammenhang nicht ein Wort über die Opfer des 7. Oktober verloren wird. Das Pogrom wird vielmehr als Folge der Politik Israels dargestellt und damit legitimiert.
Ich empfinde weniger Trauer als Wut und Enttäuschung. Ich bin jetzt 65 Jahre alt und habe mir eine solche Entwicklung in Deutschland nicht vorstellen können.
Ich unterstütze ausdrücklich die Klage der Jüdischen Gemeinde in Darmstadt.
Ihnen allen trotzdem ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Ihr Rolf Johann
Zum Schluss ein Hinweis:
Wir sind ab Montag , den 23. Dezember 2024 bis zum Montag, den 20. Januar 2025 nur bedingt erreichbar.
E-Mails und Anrufe auf meine Mobilnummer (0176 15846810) werden weiter bearbeitet.
